Anonymes Selbsthilfeprogramm gegen die Spielsucht erschienen
Anonymes Selbsthilfeprogramm gegen die Spielsucht
Verfasst von Frank Lavario am 16.10.2011 in Gesundheit und Medizin
Es gibt im deutschprachigen Raum eine ständig wachsende Zahl an Zockern. Mit dem World Wide Web ist es nicht mehr schwierig, sich in Internetcasinos oder beim Onlinepokern anzumelden, wobei deren Hard- und Software meist irgendwo in der Karibik, in Lateinamerika oder in Afrika steht. Man gelangt in den ersten Partien häufig zu sehr schnellen und einfachen Gewinnen und erst beim Einsatz von echtem Geld beginnt plötzlich das “überraschende” Verlieren, weil dann nämlich andere Softwareprogramme greifen. Ausserhalb des Internets hält sich aber seit vielen Jahren auch eine beängstigend hohe Quote von Mitmenschen, die an klassischer Daddelsucht in Spielhallen und Casinos leidet, quer durch alle Bevölkerungsschichten. Unabhängig davon, von welcher Art von Zocken man betroffen ist, fand man in der Vergangenheit Hilfe entweder beim Therapeuten oder in einer Selbsthilfegruppe. Schwierig ist nur, dass viele an Sucht Leidende sich nicht gern Menschen anvertrauen möchten, die sie gar nicht kennen. Ausserdem fehlt gerade bei Spielsüchtigen mit oft massiven Geldproblemen meist das Geld, um einen Therapeuten zu bezahlen. Und die Krankenkasse kann ja erst dann helfen, wenn man sich dem Hausarzt anvertraut, wovon viele wiederum zurückschrecken. Eine Lösung für dieses Problem existiert nun in dem Lavario-Selbsthilfeprogramm gegen Spielsucht. Schon seit 2009 gibt es das Suchtprogramm, jetzt auch in einer speziell auf Spielsucht zugeschnittenen Version. Viele Süchtige empfinden es als Erleichterung, dass man sich das Programm als E-Book auf sein Laptop ziehen kann, ohne seinen Namen, Anschrift etc. preiszugeben. Man bleibt also anonym und startet das Programm dann sofort zuhause. Es handelt sich um eine Methode, die 8 Wochen dauert und in der man sowohl mit der Theorie als auch mit der Praxis arbeitet. Im Bereich “Erkennen und Verstehen” begreift man, wie es in der eigenen Lebensgeschichte zur Sucht gekommen ist und wie man den Ausstieg schafft. Im Bereich “Rückfallmanagement” erlernt man, was man am besten unternimmt, wenn der Druck zum Zocken wieder kaum auszuhalten ist oder wenn man dem Druck mal wieder nachgegeben hat. “Schuldenmanagement” geht darauf ein, was man tun kann und muss, um den Schuldenberg wieder abzubauen und mit Geld wieder anders umzugehen. Unter “Lebenszielen” lernt man, wie man Alternativen zum Zocken findet und neue Begeisterung in sein Leben bringt. Auch das Thema, wie gehe ich mit meinem Partner/Partnerin um, kommt hier zur Geltung. Parallel zu all dem gibt es jedoch auch ein Übungsbuch mit Hunderten von Tipps und Aufgaben zur sofortigen Umsetzung, sozusagen eine Tag-für-Tag-Anleitung. Das Lavario-Programm ist von Ex-Süchtigen mit Unterstützung von Psychotherapeuten geschrieben worden und ist daher sehr detailreich, leicht zu lesen und praxisnah. Interessant ist sicherlich auch, dass man am Anfang in Massen weiterzocken darf, aber Tag für Tag weniger. Die Realität sieht nämlich so aus, dass viele Spieler mit herkömmlichen Therapieansätzen nicht zum Erfolg kommen und das oft am Jojo-Effekt liegt. Man hat erst schnelle Erfolge, doch nach einigen Wochen wird der Suchtdruck so gross, dass man wieder nachgibt und noch tiefer hineinrutscht. Daher wählt im Gegensatz dazu die Lavario-Methode einen schrittweisen Ansatz. Täglich, wöchentlich weiter reduzieren, bis irgendwann nach einigen Wochen Suchtfreiheit geschafft ist, aber eben nicht sofortige Reduktion auf Null. Auf der hier angegeben Website sind viele Infos zu dieser Methode enthalten: Therapie gegen Spielsucht
Frank Lavario, lavariomethode@ymail.com
Lavario, Rua dos Ilheus 46, 88010-560 Florianopolis, Brasilien; +554837337548
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