
Die Prepaidkarte ist für den Handynutzer eine durchaus kostengünstige Alternative zum gängigen Handyvertrag. Guthaben für Prepaidkarten kann an Tankstellen, Automaten, Mobilfunkgeschäften, vielen Supermärkten und mittlerweile sogar am Geldautomaten und per Onlinebanking erworben werden. Je nach gewünschtem Guthabenbetrag hat der Kunde die Kosten für die Prepaidkarte direkt beim Kauf zu entrichten. Beim Erwerb einer Guthabenkarte befindet sich auf der Rückseite der Karte eine Anleitung zur Aufladung des Guthabens. Hierfür wird die 16- stellige Auflade-Nummer benötigt, die nach Anwählen des Guthabenkontos anzugeben ist. Nach Eingabe sowie Bestätigung des 16- stelligen Codes erfolgt die Gutschrift des Betrages. Im Falle einer elektronischen Aufladung, zum Beispiel via Geldautomat oder Onlinebanking, erfolgt die Gutschrift des aufgeladenen Guthabens direkt. Der Kunde hat nun die Möglichkeit in Höhe des aufgebuchten Guthabens zu telefonieren und SMS zu versenden. Häufig ist die Gültigkeit des aufgebuchten Guthabens zeitlich begrenzt, jedoch ist dies nicht bei allen Anbietern der Fall. Das Aufladen einer Prepaid Karte ist weder aufwendig noch zeitintensiv, Prepaid Karten bringen jedoch sowohl Vorteile, als auch Nachteile mit sich.
Bei der Nutzung einer Prepaidkarte entstehen dem Kunden, anders als beim abgeschlossenen Handyvertrag, keinerlei Fixkosten. Es ist weder eine monatliche Grundgebühr zu entrichten, noch sind monatliche Mindestumsätze zu erreichen. Auch hat eine Prepaidkarte keine festgelegte Mindestlaufzeit. Der Prepaidkarten Nutzer kann sein Guthaben je nach Bedarf und Zahlungsmöglichkeit aufladen. Somit ist eine perfekte Kostenkontrolle garantiert. Mittlerweile gibt es auch Prepaid Karten zu sogenannten “Discount Angeboten”. Diese Angebote garantieren verhältnismäßig günstige Tarife. So telefoniert man netzintern oftmals schon für 4 Cent/ Minute. Das Telefonieren in fremde Netze, sowie ins Festnetz beläuft sich auf durchschnittlich 14 Cent/ Minute bis 19 Cent/ Minute. Auch das Versenden von SMS liegt bei “Discount Angeboten” mit Preisen an 11 Cent pro SMS in einem günstigen Rahmen.
Eine Prepaidkarte bringt jedoch auch gewisse Nachteile mit sich. So ist der Erwerb eines Handys verhältnismäßig teuer im Gegensatz zu kostengünstigen Handyangeboten beim Abschluss eines Handyvertrages. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die Ersparnis durch nicht vorhandene Grundgebühren und Mindestumsätze mitunter größer sein kann, als der Anschaffungspreis eines neuen Handys. Die Gesprächskosten beim Telefonieren mit einer Prepaid Karte kann aufgrund der höheren Tarife, im Vergleich zu den Tarifen von Langzeitlaufverträgen mit hohen Inklusivleistungen, teurer sein kann. Hauptsächliche Zielgruppe für Prepaidkarten sind demnach Personen, die in erster Linie nicht viel telefonieren, sondern gerne unterwegs erreichbar sein möchten. Für ausgesprochene Vieltelefonierer ist dagegen meist ein Vertrag mit entsprechenden Inklusivminuten oder Flatrates die bessere und günstigere Wahl.