
Beim Vergleich von Versicherungen findet man heute insbesondere bei der Krankenversicherung eine Zweiteilung. So werden Krankenversicherungen in gesetzliche und private Krankenversicherungen unterschieden. Doch aus welchem Anlass kam es zu dieser Zweiteilung?
Im Allgemeinen sind es vor allem das politische und wirtschaftliche Handeln, das Grund für diese zwei getrennten Versicherungssysteme ist. Natürlich haben sowohl die privaten Krankenversicherungen als auch die gesetzlichen Versicherungen ihren Zielgruppen viele Vorteile zu bieten. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal dieser beiden Versicherungstypen sind aber die Zielgruppen selbst, denn diese unterscheiden sich wesentlich voneinander. Demnach macht es die gesetzliche Krankenversicherung möglich, dass jeder unabhängig von der Höhe seines oder ihres Einkommens Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung bekommt, ohne dass man sich gleich verschulden muss. So gehören etwa alle abhängig Beschäftigten, die unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze liegen, Bezieher von Erwerbsersatzeinkünften wie etwa dem Arbeitslosengeld oder der Rente, und auch Studenten und deren Familienangehörigen zu den Zielgruppen der gesetzlichen Krankenversicherung. Doch auch selbstständig Tätige, Bezieher von Einkünften, die über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen und Personen nach endender Versicherungspflicht haben die Möglichkeit sich freiwillig zu versichern. Diese grundlegende Gesundheitsversorgung hat vor allem auch den Beweggrund, dass ein schlechter Gesundheitszustand die Produktivität und damit natürlich auch den allgemeinen Wohlstand in allen Gesellschaftsschichten verringert. Demgegenüber hat die private Krankenversicherung vor allem die Besserverdienenden als Zielgruppe. So können sich also Angestellte und Arbeiter, deren monatliches Bruttoeinkommen oberhalb der so genannten Versicherungspflichtgrenze liegt, ebenso wie Beamte und Selbstständige ohne Berücksichtigung ihres Einkommens privat versichern, sofern sie dies möchten. Dennoch gewährleisten beide Versicherungstypen – also sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen – ihren Mitgliedern eine vielfältige Gesundheitsversorgung, die sich aber in einigen Punkten voneinander unterscheiden kann.
Ganz gleich, ob für den einzelnen Versicherungsnehmer die Private Versicherung oder die Gesetzliche Versicherung günstiger ist, ein Versicherungsvergleich lohnt auf alle Fälle. Die neu geschaffene Konkurrenzsituation zwischen den Gesetzlichen Krankenversicherungen zum Beispiel bedeutet Unterschiede in dem Preis von teilweise mehr als einem Prozent – das ergibt bei der Wahl eines günstigen Versicherers durchaus eine relevante Ersparnis im Verlauf eines Jahres. Bei den Privaten Krankenversicherungen kann dieser Unterschied noch höher ausfallen. Jedoch Augen auf beim Abschluss von Versicherungen: Nicht immer ist das optisch günstigste Angebot auch das Beste. Zum Versicherungsvergleich gehört neben dem Vergleich der Tarife auch der Vergleich der Leistungen.