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Aus Gummistiefeln werden Handys

Die Nokia Corporation entstand 1967 aus der Fusion dreier Firmen. Das war die Nokia Company selbst, damals Hersteller von Papier, den Finnish Rubber Works, Hersteller von Gummi- und Chemieerzeugnissen und den Finnish Cable Works, einem Hersteller von Kabeln für die Telegrafenindustrie.

Ende der 60iger war Nokia in erster Linie für die Produktion von farbigen Gummistiefeln bekannt, doch schon damals stieg Nokia in den Telekommunikationsmarkt ein und entwickelte ein Funktelefon.
Anfang der achtziger kamen die Mikrocomputer in Mode und Nokia war Teil der neuen Industrie als Hersteller von Computern, Monitoren und Fernsehern.
Zeitnah ging 1981 das erst Mobilfunknetz namens NMT in Betrieb und Nokia war Hersteller der ersten Autotelefone für dieses Netz.

1987 war dann die Richtung Nokias klar, sie entwickelten das erste Handy, was man als solches bezeichnen konnte. Im selben Jahr wurden zugleich die politischen Weichen für das erste GSM Netz gestellt. Das Ziel war, bis zum 1. Juli 1991 das GSM-Netz europaweit einzuführen, was Finnland dank Nokia bewerkstelligen konnte. Im Jahre 1992 schließlich konzentrierte sich Nokia nach einem Führungswechsel voll und ganz auf die Telekommunikation.

Heute ist Nokia seit cirka einem Jahrzehnt der größte Handyhersteller der Welt und seit etlichen Jahren Marktführer. Im Jahre 2006 betrug der Marktanteil Nokias 35.1 Prozent, an zweiter Stelle lag Motorola mit gerade einmal 20,6 Prozent, was noch einmal die Position, die Nokia innehat, verdeutlicht.

In den letzten Monaten hat Nokia große Anstrengungen unternommen, auch bestimmte Nischen zu besetzen. Von Standardhandys wurden Sondereditionen für Musik oder Designfans aufgelegt. Außerdem strengen sich die Finnen an, sich auch ein großes Stück vom Markt für Navigationssysteme abzuschneiden. Dies ist sinnvoll, da heute bereits viele Handys mit GPS-Chips ausgestattet sind. Der Weltmarktführer für Navigation, die niederländische Firma TomTom pariert diese Angriffe aus der Mobilfunkwelt, indem man die Navigationssysteme mit Freisprecheinrichtungen ergänzt und Kooperationen mit Netzbetreibern anstrebt. Man darf gespannt sein, wie sich in diesem Marktsegment der „Kampf der Titanen“ auf die Funktionalitäten von Handys und Navigationssystemen auswirken wird. Sicherlich werden auf jeden Fall die Konsumenten von dem Wettbewerb profitieren, obwohl beide Firmen ursprünglich ganz und gar nicht der gleichen Branche angehören.





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