
Viele Jugendliche achten ganz besonders auf die Gesundheit der Haut, doch vergessen bei aller Hautpflege, dass man Akne und Pickel vorbeugen kann. Zum Beispiel, indem man nicht raucht.
Es gibt keinen Zweifel daran, dass Rauchen ungesund ist und auch sehr schlecht für die Haut. Raucher neigen zu früher und stärkerer Faltenbildung.
Schon in jungen Jahren sind die ersten Knitterfältchen zu sehen. Der Teint wirkt fahl, der Hautton gelblich. Die Haut wird schlecht durchblutet. Das Kollagen, das für Straffheit des Bindegewebes und der Haut sorgt und das jugendliche Aussehen erhält, wird schneller abgebaut. Die Haut erneuert sich langsamer. Nikotin verengt die Blutgefäße, man atmet flacher. Das bedeutet, innere Organe und die Haut als größtes menschliches Organ werden schlechter mit Sauerstoff versorgt und schlecht durchblutet.
Die Hautatmung funktioniert nicht so gut wie bei Nichtrauchern. Passivrauchen ist übrigens genau so schädlich. Der Eiweißstoff Elastase wird schneller abgebaut. Das Stütz- und Bindegewebe leidet darunter, Runzeln im Gesicht entstehen. In Verbindung mit den Problemen, die Akne verursacht, verschlimmern sich alle Symptome: Die Haut altert schneller, weil die Hautschuppung verlangsamt abläuft. Entzündete Pickel und Pusteln heilen schwerer ab, weil die Selbstheilungskräfte der Haut gestört sind. Das Immunsystem ist überlastet. Man kann von einem Zusammenhang zwischen der Erkrankungshäufigkeit an Akne und dem Rauchen ausgehen. 41 % der Raucher haben Akne, unter Nichtrauchern leiden 25 % darunter. Je größer die Anzahl der gerauchten Zigaretten am Tag ist, um so höher der Schweregrad der Akne. Das sollten vor allem Jugendliche wissen, die aus einem Gruppenzwang heraus mit dem Rauchen beginnen und damit immer früher anfangen, oft schon vor Einsetzen der Pubertät, also zwischen dem 11. und 12. Lebensjahr. Die eigene Gesundheit und der Wunsch, einerseits gut auszusehen und die Akne im Griff zu haben, andererseits zu einer bestimmten Gruppe dazuzugehören, führen die Pubertierenden oft in Konflikte, die sie nur mit Hilfe Erwachsener lösen können. Eine Vertrauensbasis zwischen Kindern und Eltern ist dabei das Wichtigste.