
Die Geschichte des Mobiltelefons reicht bis in die 1920er Jahre zurück. 1926 stellte die deutsche Reichsbahn den Passagieren der Ersten Klassen einen mobilen Telefondienst zur Verfügung. In den 1950er Jahren wurden vermehrt Autos mit internen Telefonen ausgestattet. Jedoch lag deren Preis bei etwa 50% der Wagenkosten. Zudem war der Gebrauch von Handys bis Anfang der 1990er nicht sehr komfortabel , da es keine flächendeckende Netzversorgung gab. Dies sollte sich mit Einführung des D- Netzes im Jahr 1992 ändern.
Seitdem nimmt die Zahl der Mobiltelefonnutzer beständig zu und lag im Jahr 2006 bei 80% der deutschen Haushalte. Das Handy, einst Retter in der Not und wohlbetuchten Geschäftsleuten vorbehalten, ist heute nicht nur für jedermann erschwinglich sondern aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie sollte man Verspätungen im letzten Moment ankündigen, wie von unterwegs eine Adresse erfragen? Es ist kaum mehr vorstellbar Freunde und Verwandte nicht zu jeder Zeit und an jedem Ort erreichen zu können. In Besprechungen, beim Sport, beim Kaffee trinken mit der besten Freundin – das Handyklingeln ist überall präsent.
Auf der anderen Seite eröffnet das Mobiltelefon dem Nutzer eine Vielzahl von Möglichkeiten um das Leben zu vereinfachen. In Notsituationen kann die schnelle Benachrichtigung von Hilfskräften im Extremfall Leben retten. Eltern und Freunde können über ein Zuspätkommen informiert werden. Auch andere Informationen können schnell und unkompliziert über das Mobiltelefon verbreitet werden.
Die aktuellsten technischen Neuerung statten Handys mit weiteren Funktionen aus, die den Alltag merklich verbessern. Adressbuch, Kalender, Mp3-Player und kleine Spiele für zwischendurch zählen bereits zur Serienausstattung eines modernen Mobiltelefons. Das Handy übernimmt heute die Navigationsfunktion in fremden Gegenden, über das mobile Internet können Kinokarten gekauft und Daten öffentlicher Verkehrsdienste abgerufen werden.
Die Zukunft wird weitere Innovationen bringen und das Handy intensiver in den menschlichen Alltag integrieren. Inwieweit wir zulassen, dass es auch die Kontrolle über diesen übernimmt, entscheidet jedoch jeder Nutzer selbst.