
In den 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Vulkanberg Pico del Teide in Teneriffa zusammen mit der ihn umschließenden Caldera zum Nationalpark erklärt. Die Unesco hat dieses Gebiet im Jahre 2007 zum Weltnaturerbe bestimmt. Solcherlei Auszeichnung ist auch mit einer hohen Verantwortung zur Erhaltung der vielseitigen Landschaft verbunden. Einer großen Gefährdung sieht sich die interessante Flora und Fauna Teneriffas durch die Möglichkeit des Entstehens von Feuerherden ausgesetzt, insbesondere während Perioden ausgeprägter Trockenheit. Im September 2007 brachen fast zeitgleich ein Brand im Nationalpark Canadas del Teide in der Nähe des Observatoriums in Izana und in der Nähe der Fuente Alta-Wasserfabrik aus. Das Feuer in der Nähe des Pico del Teide zerstörte nach Angaben der Polizei mehr als drei Hektar Ginsterbüsche. Die Löscharbeiten wurden sowohl von Boden aus wie auch aus der Luft durchgeführt und dauerten mehrere Stunden. Brandstiftung wird vermutet und die Fahndung nach den Brandstiftern ist ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit auf Teneriffa. Bereits am 30. Juli brach ein Waldbrand im Nordwesten Teneriffas aus, dem zehn Gemeinden zum Opfer fielen. Mehr als sechs Wochen sollten vergehen, bis der Brand vollständig gelöscht werden konnte. Lediglich ein Prozent der Brandstifter in Spanien konnte nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace in der Vergangenheit gefasst werden. Hiervon gelangen nur 20% tatsächlich vor Gericht zur Anklage. Die Ursache von Brandstiftung sei nach Greenpeace sowohl das Abbrennen von Stoppelfeldern und Weiden durch Landwirte und Viehzüchter, wie auch vorsätzliche Pyromanie. Die Erhaltung des Nationalparks und des Weltkulturerbes ist auch wirtschaftlich motiviert. Teneriffa ist ein Anziehungspunkt für viele Touristen, die übernachtend in einem Ferienhaus Teneriffa besuchen und in der vielseitigen Landschaft ihren Erholungsurlaub genießen. Vielfältige Ausflugsziele locken Reisende aus Europa und Nordamerika in die außergewöhnliche Flora und Fauna der größten Kanarischen Insel. Unzählige Wanderwege führen durch die Küstenlandschaften und die Bergwelt des Vulkans Pico del Teide, des höchsten Berges von Spanien. Surfer finden an den Stränden Teneriffas ihr Vergnügen und insbesondere auch Hobbyfotografen finden auf der Insel mit einer bunten Auswahl an Vögeln und Echsen sowie zahlreichen Meerestieren immer ein interessantes Objekt.